Hafen­ent­wick­lung in Wilhelmshaven

Im Jahr 2024 plant die Hafengesellschaft Niedersachsen Ports rund vier Millionen Euro für Investitionen in den Standort Wilhelmshaven. Zudem sind weitere rund sechs Millionen Euro eingeplant, um vorhandene Hafenbauwerke zu warten, zu sanieren und zu reparieren.

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Hafen­ent­wick­lungs­plä­ne sind lang­fris­tig ange­legt, sie beschrei­ben die zukünf­ti­ge und die dafür not­wen­di­gen Pla­nun­gen für die nächs­ten 5 – 25 Jah­re. Das Ende 2016 ver­öf­fent­lich­te Per­spek­tiv­pa­pier für den Hafen Wil­helms­ha­ven muss nach nur sie­ben Jah­ren über­ar­bei­tet wer­den. „Der dyna­mi­sche Ver­lauf in den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren hat den Stand­ort deut­lich ver­än­dert. Der Aus­bau zum Energy-Hub sowie die hohe Nach­fra­ge nach Hafen­flä­chen erfor­dern einen neu­en Blick auf die Mög­lich­kei­ten“, erklärt Hol­ger Banik, Geschäfts­füh­rer der Nie­der­sach­sen Ports GmbH & Co. KG sowie der Jade­We­ser­Port Rea­li­sie­rungs GmbH & Co. KG in einem Pres­se­ge­spräch in Wilhelmshaven.

 

Neu­er Hafenentwicklungsplan

Im Jahr 2024 wird die Nie­der­sach­sen Ports (NPorts), gemein­sam mit der Stadt Wil­helms­ha­ven und der Gemein­de Wan­ger­land die Hafen­be­rei­che in Wil­helms­ha­ven und Hook­siel betrach­ten. Kun­den­struk­tur, Umschlag­ent­wick­lung, Hin­ter­land­an­bin­dung, Flä­chen­ma­nage­ment, Trans­for­ma­ti­on im Rah­men der Ener­gie­wen­de, Nach­hal­tig­keit und Tou­ris­mus sind eini­ge der The­men, die mit der Stadt Wil­helms­ha­ven und der Gemein­de Wan­ger­land bespro­chen wer­den. Eben­so wer­den die Ergeb­nis­se von Gesprä­chen mit Anrai­nern und Impul­se der Hafen­wirt­schaft in das neue Per­spek­tiv­pa­pier ein­flie­ßen. „Wir haben der­zeit vie­le Pro­jek­te rund um Energie-Importe und die Ver­sor­gung mit grü­nen Gasen auf dem Tisch“ so Banik weiter.

 

Neu­er Anle­ger für ver­flüs­sig­te Gase

Zu dem im Jahr 2022 fer­tig­ge­stell­ten LNG-Anleger plant NPorts eine wei­te­re Anle­ger­struk­tur im Nor­den des Hafens, direkt am tie­fen Fahr­was­ser der Jade gele­gen. Süd­lich von der Umschlag­an­la­ge Vos­lap­per Gro­den soll ein uni­ver­sel­ler Anle­ger für ver­flüs­sig­te Gase (AVG) ent­ste­hen. Das Bau­werk wird der­zeit mit einer Län­ge von 1,7 Kilo­me­tern geplant. Der Anle­ger wird Mög­lich­kei­ten für den Import von grü­nen Gasen bie­ten. Ers­te Pla­nun­gen sehen Platz für drei gro­ße Tank­schif­fe auf der Außen­sei­te vor, wei­te­re drei Schif­fe kön­nen innen anle­gen. Dar­über hin­aus sind Erwei­te­rungs­mög­lich­kei­ten für wei­te­re Anle­ger vor­ge­se­hen. Für die Pla­nung und Geneh­mi­gung des größ­ten Gasim­port­ter­mi­nals Deutsch­lands wer­den der­zeit Unter­su­chun­gen durch­ge­führt. Nau­ti­sche Simu­la­tio­nen, Strö­mungs­gut­ach­ten, Umwelt­prü­fun­gen gehö­ren eben­so dazu wie die tech­ni­sche Ausführungs- und Geneh­mi­gungs­pla­nung. Zugleich wird bei NPorts an der Finan­zie­rung, der Geneh­mi­gung sowie den Aus­schrei­bungs­un­ter­la­gen für eine Bau­ver­ga­be gear­bei­tet, um einen Bau­be­ginn im Jahr 2026 zu erzielen.

 

Sanie­rung von bestehen­den Hafenbauten

Die Schleu­se in Hook­siel wird im lau­fen­den Betrieb in den nächs­ten Jah­ren saniert. Die Arbei­ten im Bereich des Stahl­was­ser­baus wer­den Ende Mai 2024 beauf­tragt. Im Jahr 2023 sind bereits ers­te Repa­ra­tu­ren unter­halb der Was­ser­li­nie durch­ge­führt wor­den, als die Schleu­se tro­cken­ge­legt war. So konn­ten die Funk­ti­on der Schleu­se in den Berei­chen Hoch­was­ser­schutz, Schleu­sun­gen und Ent­wäs­se­rung Hooks­meer gesi­chert werden. 

Die Nas­sau­brü­cke ist ein denk­mal­ge­schütz­ter Schiffs­an­le­ger im Nas­sau­ha­fen. Sie ist als Pon­ton­brü­cke gebaut, die auf Schwimm­kör­pern liegt und sich dadurch bei den Gezei­ten auf und ab bewegt. Die Sanie­rung des über 100 Jah­re alten Wahr­zei­chens des Hafens Wil­helms­ha­ven wird der­zeit geplant. Im Jahr 2025 fin­den Sanie­rungs­ar­bei­ten statt, damit die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Brü­cke dau­er­haft gesi­chert wird und die Lie­ge­plät­ze im Nas­sau­ha­fen wie­der unein­ge­schränkt zur Ver­fü­gung stehen.

Ganz im Sin­ne der Nach­hal­tig­keit und des NPorts-Projekts hafen+ plant NPorts außer­dem die Gleis­feld­be­leuch­tung der Bahn­an­la­gen im Rüs­ter­sie­ler Gro­den kom­plett auf LED umzu­stel­len. Dazu wer­den die vor­han­de­nen Leucht­mit­tel und teil­wei­se die Mas­ten aus­ge­tauscht. Ins­ge­samt wer­den in den Jah­ren 2024 und 2025 knapp 80 Mas­ten ersetzt. Damit wird eine CO2-Einsparung von 40 Pro­zent erreicht.

Wachs­tum im Hafen von innen heraus

Vor dem Hin­ter­grund der viel­fäl­ti­gen Pro­jek­te rund um das The­ma Ener­gy Hub Port of Wil­helms­ha­ven zudem in ande­ren Hafen­be­rei­chen Berei­chen erlebt NPorts in Wil­helms­ha­ven wei­ter­hin eine hohe Nach­fra­ge nach Grund­stü­cken im gesam­ten Hafen­be­reich. Im Jahr 2023 wur­den ins­ge­samt rund 24 Hekt­ar Flä­che im Hafen­ge­biet neu ver­mark­tet. Den größ­ten Anteil haben sich lang­jäh­ri­ge Kun­den im Nord­ha­fen ver­trag­lich gesi­chert, die ihre Hafen­ge­schäf­te am Stand­ort Wil­helms­ha­ven sichern und wei­ter aus­bau­en wollen.

  © NPorts/FalconCrest

Quel­le & Kontakt

Nie­der­sach­sen Ports GmbH & Co. KG

https://www.nports.de/

Dör­te Schmitz
Lei­te­rin Kom­mu­ni­ka­ti­on und Öffent­lich­keits­ar­beit
Hin­den­burg­stra­ße 26 – 30
26122 Olden­burg

T: +49 (44 1) 3 50 20 – 310
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