Ost­see­ver­keh­re mit Schwe­den auf hohem Niveau

Bonn, 30.01.2023. Die große Bedeutung von Schweden als Handelspartner für die deutschen Seehäfen wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln, so der Tenor der Referentin und der Referenten des spc-Webinars zur Situation des Kurzstreckenseeverkehrs (KSSV) zwischen Schweden und Deutschland. Die vortragenden Experten waren sich einig, dass die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft sind. Kunden müsse aber der KSSV als nachhaltige Alternative weiter nahegebracht werden.

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Der Anteil des KSSV am Gesamt­um­schlag der deut­schen See­hä­fen betrug 2021 mit 181 Mil­lio­nen Ton­nen statt­li­che 62,7 Pro­zent. Schwe­den ist dabei mit 25,5 Mil­lio­nen Ton­nen Umschlags­vo­lu­men der größ­te Part­ner. Der Anteil von Schwe­den betrug 530.000 von 5,9 Mil­lio­nen TEU beim Con­tai­ner­um­schlag sowie beim RoRo Umschlag 869.000 von 2,3 Mil­lio­nen Ladungs­trä­gern. Damit wird die beson­de­re Rol­le von RoRo im Han­del mit Schwe­den verdeutlicht.

Grund genug für das spc (Short­Se­a­Ship­ping Inland Water­way Pro­mo­ti­on Cen­ter) um Geschäfts­füh­rer Mar­kus Nöl­ke, das Web­i­nar „Short­sea Markt Schwe­den – Aktu­el­le Ent­wick­lun­gen des wich­tigs­ten EU-Partners der deut­schen See­hä­fen im KSSV“ aufzusetzen.

Die inter­na­tio­nal agie­ren­de Mün­che­ner Spe­di­ti­on Robert Kuk­la GmbH nutzt am Stand­ort in Schwe­den alle tri­mo­da­len Ver­kehrs­trä­ger für den Waren­trans­port von und nach Schwe­den, also per Lkw oder Bahn über die Öre­sunds Brü­cke, per Fäh­re oder eben KSSV.

„Die wich­tigs­ten Trends für das Heben des Poten­zi­als des KSSV lie­gen in der Imple­men­tie­rung von smar­ten und nach­hal­ti­gen Lösun­gen in Kom­bi­na­ti­on aller Ver­kehrs­trä­ger“, betont Jero­en Hem­pel­mann, Mit­glied der Geschäfts­füh­rung bei Robert Kuk­la in Schwe­den, der opti­mis­tisch in die Zukunft schaut. „Um den Markt­an­teil des KSSV zu erhö­hen, sind unter ande­rem Inves­ti­tio­nen in nach­hal­ti­ge, öko­lo­gi­sche Tech­no­lo­gien bei allen Ver­kehrs­trä­gern not­wen­dig. Die Umwelt bestimmt hier die Agenda“.

Auch Cars­ten Lor­le­berg, Head of Busi­ness Deve­lo­p­ment & Pro­jects bei der Bruns­büt­tel Ports GmbH/ SCHRAMM group, sieht viel Poten­zi­al für den KSSV mit Schwe­den. Dabei spielt unter den sechs schwe­di­schen Hafen­stand­or­ten, wel­che die Bruns­büt­tel Ports seit 2017 betreibt, der Hafen­aus­bau in Orrs­kär eine zen­tra­le Rol­le, der bereits einer der größ­ten Export­hä­fen von Schnitt­holz in Schwe­den ist.

Bruns­büt­tel Ports GmbH möch­te aber stra­te­gisch mög­lichst vie­le ver­schie­de­ne Kun­den mit unter­schied­li­chen Gütern bedie­nen. „Wir füh­len uns in Schwe­den wohl und möch­ten expan­die­ren. Der Hafen Orrs­kär soll dabei zu einem moder­nen Uni­ver­sal­ha­fen ent­wi­ckelt wer­den“, so Lorleberg.

Auf das Zusam­men­spiel von Bahn und Fäh­re setzt die Ste­na Line GmbH & Co. KG. Kat­rin Ver­ner, Kauf­män­ni­sche Lei­te­rin Fracht für Deutsch­land, wirbt für das eige­ne Kon­zept „Rail on sea“, bei dem neben einer Viel­zahl von KV-Verbindungen auch gan­ze Züge von bis zu 1.000 Meter Län­ge mit der Fäh­re nach Schwe­den und zurück ange­bo­ten wer­den. Sie plä­diert dafür, die Ver­sor­gungs­si­cher­heit durch eine 2‑Wege-Strategie zu sichern: „Der Eisen­bahn­fähr­ver­kehr als nach­hal­ti­ge Ergän­zung zum Land­weg muss gesi­chert und lang­fris­tig gestärkt wer­den.“ Gene­rell wird bei der Ste­na Line die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung in Skan­di­na­vi­en und ins­be­son­de­re in Schwe­den sehr posi­tiv gese­hen. „Wesent­lich für die wei­te­re Ent­wick­lung ist dabei die Ver­bes­se­rung der Gleis­in­fra­struk­tur im Hin­ter­land der Ost­see­hä­fen in Deutsch­land, um auch wei­ter­hin sta­bi­le Lie­fer­ket­ten zu garan­tie­ren“, bringt Ver­ner zum Aus­druck und betont: „Inter­mo­da­li­tät und Nach­hal­tig­keit sind Schlüs­sel für den wei­te­ren Aus­bau der guten Ver­bin­dun­gen mit Schwe­den im KSSV.“

„Wir müs­sen der Öffent­lich­keit und den Kun­den auch die Vor­rei­ter­rol­le von KSSV im Wett­be­werb um mög­lichst nach­hal­ti­ge Ver­keh­re auf Nord- und Ost­see nahe­brin­gen, wo seit 2006 die schärfs­ten Bestim­mun­gen zu Schiff­se­mis­sio­nen bestehen.“, for­dert Mar­kus Nöl­ke zum Abschluss der Ver­an­stal­tung. „Seit­dem ist ins­be­son­de­re im Bereich alter­na­ti­ver Antrie­be viel passiert.“

Smart, inter­mo­dal, nach­hal­tig – der Waren­trans­port von und nach Schwe­den auf dem Was­ser wird auch wei­ter expandieren.

Hafen Orrs­kär soll zu einem moder­nen Uni­ver­sal­ha­fen ent­wi­ckelt werden

Foto: Bruns­büt­tel Ports

Jacqueline Engler Medienreferentin ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (spc)

Jac­que­line Engler

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