Bruns­büt­te­ler Indus­trie nimmt sich gemein­sam größ­ten Her­aus­for­de­run­gen an

Brunsbütteler Industriegespräch bietet nach Corona-Pause zum 31. Mal eine wertvolle Plattform für Austausch zu Herausforderungen und Potenzialen der Region. Schwerpunkte sind Fachkräftemangel, Energietransformation und Infrastrukturausbau am Standort Brunsbüttel. Wirtschafts- und Verkehrsminister Madsen unterstreicht die große Bedeutung des Industrie- und Hafenstandorts für das Land Schleswig-Holstein. Industriepolitisches Bündnis von 2015 wird gemeinsam mit dem DGB Nord fortgeschrieben.

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Bereits zum 31. Mal fand in die­sem Jahr nach drei­jäh­ri­ger Corona-Pause das Bruns­büt­te­ler Indus­trie­ge­spräch (BIG) statt. Zwi­schen­zeit­lich hat­te die Werk­lei­ter­run­de zu zwei Bruns­büt­te­ler Indus­trie­ge­sprä­chen „Spe­zi­al“ ein­ge­la­den – mit dem Fokus auf die deut­sche Ener­gie­ver­sor­gung im August 2022 und den stei­gen­den Fach­kräf­te­be­darf im Juli 2023. Heu­te kamen erst­mals wie­der rund 150 Gäs­te aus Poli­tik, Ver­wal­tung und Wirt­schaft im Rah­men eines gro­ßen, tra­di­tio­nel­len BIG zusam­men. Sie folg­ten der Ein­la­dung der Werk­lei­ter­run­de des Chem­Co­ast Park Bruns­büt­tel, um – in die­sem Jahr erst­mals im River Loft Hotel Bruns­büt­tel – span­nen­de Gesprä­che und wert­vol­le Dis­kus­sio­nen zu füh­ren.
Frank Schna­bel, Spre­cher der Werk­lei­ter­run­de des Chem­Co­ast Park Bruns­büt­tel und Geschäfts­füh­rer der Bruns­büt­tel Ports GmbH / SCHRAMM group, begrüß­te Claus Ruhe Madsen, Minis­ter für Wirt­schaft, Ver­kehr, Arbeit, Tech­no­lo­gie und Tou­ris­mus des Lan­des Schleswig-Holstein, und Lau­ra Pooth, Vor­sit­zen­de des DGB Nord, zu der Ver­an­stal­tung. Schwer­punkt­the­men des dies­jäh­ri­gen Bruns­büt­te­ler Indus­trie­ge­sprä­ches waren der Fach­kräf­te­man­gel, die Ener­gie­trans­for­ma­ti­on sowie der Infra­struk­tur­aus­bau am Industrie- und Hafen­stand­ort. In sei­nem Ein­gangs­state­ment unter­strich Frank Schna­bel die Not­wen­dig­keit, die­sen gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen des Stand­or­tes sowie der gesam­ten Regi­on im engen Schul­ter­schluss zwi­schen Akteu­ren aus den Unter­neh­men, Gewerk­schaf­ten, Poli­tik sowie Ver­bän­den zu begeg­nen. Nur gemein­sam kön­ne man wei­te­re Poten­zia­le auf­de­cken und zukunfts­wei­sen­de Maß­nah­men und Pro­jek­te umset­zen, um den Stand­ort wei­ter zu stär­ken.
Nach einem kur­zen Gruß­wort durch Bruns­büt­tels Bür­ger­meis­ter Mar­tin Schmedt­je ergriff Wirtschafts- und Ver­kehrs­mi­nis­ter Claus Ruhe Madsen das Wort und führ­te in einem Rede­bei­trag aus, welch gro­ße Bedeu­tung der Stand­ort Bruns­büt­tel ins­be­son­de­re im ver­gan­ge­nen Jahr für das Land Schleswig-Holstein auf­wies: „Er ist Schwer­punkt der che­mi­schen Indus­trie in Schleswig-Holstein und leis­tet damit einen wesent­li­chen Bei­trag zur Brut­to­wert­schöp­fung im Land. Zudem spielt Bruns­büt­tel eine wich­ti­ge Rol­le in der Gas­ver­sor­gung ganz Deutsch­lands durch den jüngst fer­tig gestell­ten LNG-Terminal. Er ist übri­gens Bei­spiel dafür, dass Planungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren auch in Deutsch­land schnell durch­ge­führt wer­den kön­nen.“
In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­ons­run­de tausch­ten sich Minis­ter Claus Ruhe Madsen, DGB Nord-Vorsitzende Lau­ra Pooth, Alain Drex­ler (Geschäfts­füh­rer der Total­Ener­gies Bitu­men Deutsch­land GmbH), Roland Kühl (Geschäfts­füh­rer der Raf­fi­ne­rie Hei­de GmbH) und Frank Schna­bel dar­über aus, wel­chen Her­aus­for­de­run­gen der Stand­ort kon­kret gegen­über­steht und wel­che Chan­cen sich dar­aus für die gesam­te Regi­on, das Land und gar bun­des­weit erge­ben. Mode­riert wur­de die Dis­kus­si­ons­run­de von Tho­mas Bult­jer, Lei­ter der IHK Geschäfts­stel­le Dith­mar­schen.
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Frank Schna­bel beton­te die Bedeu­tung des Industrie- und Hafen­stand­or­tes: „Im Chem­Co­ast Park Bruns­büt­tel bie­ten die hier ansäs­si­gen Unter­neh­men rund 12.500 gesi­cher­te Arbeits­plät­ze, dar­un­ter knapp 4.500 direkt am Stand­ort. Hin­zu kom­men zahl­rei­che zukünf­ti­ge Ansied­lun­gen und Pro­jek­te aus dem Bereich der Ener­gie­trans­for­ma­ti­on, durch die der Fach­kräf­te­be­darf am Stand­ort wei­ter stei­gen wird. Um die Attrak­ti­vi­tät Bruns­büt­tels sowohl für poten­zi­el­le Arbeits- und Fach­kräf­te als auch für sich ansie­deln­de Unter­neh­men nach­hal­tig zu fes­ti­gen, ist ins­be­son­de­re eine leis­tungs­star­ke Hin­ter­land­an­bin­dung über Was­ser, Stra­ße und Schie­ne not­wen­dig. Nur so kann der Personen- und Güter­ver­kehr die ste­tig wach­sen­den Bedar­fe des Chem­Co­ast Park auch lang­fris­tig stemmen.“

Im Rah­men des dies­jäh­ri­gen Bruns­büt­te­ler Indus­trie­ge­sprä­ches nutz­ten DGB Nord-Vorsitzende Lau­ra Pooth sowie Spre­cher der Werk­lei­ter­run­de Frank Schna­bel die Ver­an­stal­tung zudem, um das Indus­trie­po­li­ti­sche Bünd­nis von 2015 zu fes­ti­gen und fort­zu­schrei­ben. Bereits seit der ers­ten Stun­de, for­dert das Bünd­nis eine nach­hal­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung, moder­ne Infra­struk­tur und gute Arbeits­plät­ze für den Industrie- und Hafen­stand­ort. Bruns­büt­tel hat in jüngs­ter Ver­gan­gen­heit einen enor­men Boom erlebt und an bun­des­wei­ter Bedeu­tung gewon­nen, doch die Schwer­punkt­the­men des dies­jäh­ri­gen BIG ver­deut­li­chen: Es sind die glei­chen Her­aus­for­de­run­gen – wenn auch in einem ande­ren Maß – die für den Stand­ort und die hier ansäs­si­ge Indus­trie bestehen blei­ben. Umso wich­ti­ger ist es, dass sowohl Arbeit­ge­ber als auch Gewerk­schaf­ten und die Poli­tik zusam­men­kom­men und an einem Strang zie­hen, um die Indus­trie­re­gi­on Bruns­büt­tel wei­ter­hin aktiv zu entwickeln.

Lau­ra Pooth hebt her­vor: „Es geht um tau­sen­de tarif­ge­bun­de­ne und damit gut bezahl­te Arbeits­plät­ze an einem zukunfts­fä­hi­gen Indus­trie­stand­ort. Dafür set­zen sich Gewerk­schaf­ten und Betriebs­rä­te gemein­sam mit den Unter­neh­men am Stand­ort ein und daher füh­ren wir auch gern unser Bünd­nis fort. Wir wol­len hier in der indus­tri­el­len Herz­kam­mer Schleswig-Holsteins zei­gen, wie eine zuver­läs­si­ge, wirt­schaft­lich trag­fä­hi­ge, kli­ma­neu­tra­le Ener­gie­ver­sor­gung mit „Guter Arbeit“ und Beschäf­ti­gungs­si­che­rung ein­her­geht. Dafür brau­chen wir schnel­le, ver­läss­li­che und zukunfts­ge­wand­te Ent­schei­dun­gen in Kiel, Ber­lin und Brüs­sel. Sowohl bezo­gen auf die ener­gie­po­li­ti­schen Fra­gen über bes­se­re Ver­kehrs­an­bin­dun­gen auf Stra­ße und Schie­ne bis hin zur Fra­ge, wo die drin­gend benö­tig­ten Fach­kräf­te zukünf­tig in der Regi­on woh­nen sollen.“

„Wenn sich inner­halb der ver­gan­ge­nen Mona­te eines gezeigt hat, so ist es, dass Bruns­büt­tel nicht nur ein wich­ti­ger Industrie- und Hafen­stand­ort, son­dern auch ein äußerst dyna­mi­scher Hot­spot ist, auf den bun­des­weit geblickt wird. Mit Visio­nen für eine erfolg­rei­che Zukunft und der Bereit­schaft, die­se gemein­sam zu ent­wi­ckeln, haben wir die bun­des­wei­te Bedeu­tung unse­rer Regi­on Schritt für Schritt gefes­tigt. Ein Blick nach vorn ver­deut­licht: Trotz allem blei­ben Her­aus­for­de­run­gen bestehen und es gilt noch eini­ges zu tun! Gemein­sam kön­nen wir Bruns­büt­tels viel­fäl­ti­ge Poten­zia­le nut­zen und die Regi­on lang­fris­tig und nach­hal­tig stär­ken“, so Schna­bel abschließend.

(v.l.n.r.) Alain Drex­ler (Geschäfts­füh­rer der Total­Ener­gies Bitu­men Deutsch­land GmbH), Roland Kühl (Geschäfts­füh­rer der Raf­fi­ne­rie Hei­de GmbH), Lau­ra Pooth (DGB Nord-Vorsitzende), Wirtschafts- und Ver­kehrs­mi­nis­ter des Lan­des Schleswig-Holstein Claus Ruhe Madsen, Frank Schna­bel (Spre­cher der Werk­lei­ter­run­de des Chem­Co­ast Park Bruns­büt­tel und Geschäfts­füh­rer der Bruns­büt­tel Ports GmbH / SCHRAMM group) und Tho­mas Bult­jer (Lei­ter der IHK Geschäfts­stel­le Dith­mar­schen) beim 31. Bruns­büt­te­ler Indus­trie­ge­spräch im River Loft Hotel.

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Quel­le & Kontakt

Bruns­büt­tel Ports GmbH

Frank Schna­bel, Geschäftsführung

Tel.: 04852–884-35

E‑mail: f.schnabel@schrammgroup.de

 

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