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Aktuelle Pressemitteilung.

15.05.2017

Liebherr stellt anspruchsvolle Umschlaglösungen für Häfen vor

Erfolgreicher spc Themenabend mit über 100 Gästen


© by spc

Hamburg, 11. Mai 2017 - Liebherr-Firmengruppe weltweit erfolgreich im Port-Bereich tätig – Umweltschutz spielt wachsende Rolle – Millioneninvestition im Hamburger Hafen

Mehr als 42.000 Mitarbeiter weltweit, ein Umsatz von mehr als 9 Milliarden Euro, ein breit gefächertes Angebot an Techniklösungen für die unterschiedlichsten Bereiche: die Liebherr-Gruppe gehört zweifelsohne zu den Industrieunternehmen, die man als „hidden champion“ umschreiben könnte. Was die 1949 gegründete, inhabergeführte Unternehmensgruppe leistet, war Gegenstand des jüngsten spc-Themenabends mit über 100 Teilnehmern in Hamburg. Es war zugleich eine kleine Jubiläumsveranstaltung, denn es war der 10. Themenabend in Folge. Das spc richtet ihn für die Mitglieder dieser Netzwerk- und Marketing-Plattform in regelmäßigen Abständen aus.

Über das Unternehmen, seine speziellen Produkte für die Seehafenverkehrswirtschaft und die mittelfristigen, wichtigen Entwicklungsziele berichteten Werner Gonsior, Verkaufsleiter Deutschland der Liebherr-Nenzing Service GmbH für den Bereich Hafenmobilkräne und Reachsteaker sowie Jörg Schmidt, Geschäftsführer Liebherr-Nenzing Service GmbH. Was die Produktpalette betrifft, gab es für den einen und anderen Zuhörer durchaus kleine Überraschungen: Eine war beispielsweise, dass das Industrieunternehmen auch hochwertige Technik für die Luftfahrtindustrie entwickelt, baut und liefert. Fahrwerk-Systeme für Airbus-Jets gehören zum Beispiel dazu. Immerhin werden über dieses Geschäftsfeld rund 1,3 Milliarden Euro Jahresumsatz erwirtschaft. „Weiße Ware“, also Haushaltsgeräte, finden sich ebenfalls im vielschichtigen Produktportfolio des nunmehr in der 3. Generation geführten Familienunternehmens mit dem Stammsitz Bulle, Schweiz. Unter der Dachmarke Liebherr sind aktuell mehr als 130 Einzelgesellschaften vereint. Dabei sei für die Unternehmenskultur prägend, dass es sehr kurze Entscheidungs- und Kommunikationsstränge gebe, um schnell agieren und reagieren zu können, so Gonsior.

In der maritimen Wirtschaft ist Liebherr vor allem bekannt für diese Produktlinien: Schiffskrane, Hafenmobilkrane, Containerbrücken, Stapelkrane, Reachstacker sowie verschiedene Baggertypen für unterschiedliche Umschlagaufgaben. Allen Produkten sei eines gemein, so Gonsior: Sie zeichnen sich durch einen sehr hohen Eigenentwicklungs- und
-fertigungsanteil aus. Das schließt zum Beispiel auch Antriebsmotoren mit ein, ergänzt um die heute immer wichtiger werdenden IT-Strukturen, frei nach dem Motto: „Wo Liebherr drauf steht, ist auch Liebherr drin.“ Diese Eigen-Konzentration ist aus Sicht des Unternehmens ein wesentlicher Garant für den Markterfolg, der sich wiederum aus der hohen Einsatzzuverlässigkeit und Servicekompetenz speist. Die Geräte seien auf Langlebigkeit und auch Spitzenbelastungen ausgelegt. Für die Firmengruppe sind regelmäßige Investitionen in die Produktionsstätten und das weltweite Vertriebs- und Servicenetz traditionell von hoher Bedeutung. Folglich wurde auch im vergangenen Jahr die Investitionsquote auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Insgesamt investierte die Firmengruppe 751 Mio. €.

Gonsior ging in seinem Vortrag detailliert auf Besonderheiten der unterschiedlichen Produktlinien ein. Bei den Schiffs- und Offshorekranen sei das Unternehmen beispielsweise über die Jahre hinweg fortlaufend in neue Leistungsbereiche vorgestoßen. Erst vor wenigen Wochen habe man aus China den Auftrag über den Bau und die Installation eines Schwerlastkrans für ein LNG-betriebenes Offshore Transport- und Errichterschiff erhalten, das für die belgische DEME-Gruppe gebaut und 2018 ausgeliefert wird. Aktuell beschäftigten sich die Ingenieure der Liebherr-Gruppe bereits mit Schiffs- und Offshorekranen, die in noch höhere Leistungsklassen vorstoßen werden.

Ein echtes Erfolgsprodukt sind inzwischen die Hafenmobilkrane. Auch hier veränderte sich das Leistungsvermögen über die Jahre kontinuierlich. Spitzenprodukt ist dabei aktuell der LHM 800, der für eine maximale Traglast von 308 Tonnen ausgelegt ist. Hafenmobilkrane erfreuten sich auch deshalb einer wachsenden Beliebtheit, weil sie den Terminal-Betreibern sehr viel Flexibilität böten: schnell aufbaubar oder einsetzbar für unterschiedliche Güter, um zwei wichtige Vorteile zu nennen. So könnten beispielsweise Tragleistungen dadurch gesteigert werden, in dem zwei Kräne zu einem Tandemhub gleichzeitig bedient werden. Das Besondere daran: Liebherr hat inzwischen IT-Strukturen entwickelt, die den Kranführer in seiner verantwortungsvollen Arbeit umfassend unterstützen und damit im Wortsinne entlasten. Das technische Zauberwort dazu lautet: „Sycratronic“ – ein Assistenzsystem, das die synchronisierte Bedienung zweier Liebherr Hafenmobilkrane im Tandembetreib ermöglicht. Und auch das prägen die Hafenmobilkrane: Ihre Antriebsmotoren sind sehr genügsam und werden zudem intelligent gesteuert. Heißt: Im Wartemodus wird der Antrieb auf Sparfunktion gedrosselt, bei Lastbetrieb in Sekundenschnelle wieder hochgefahren. Das stärkt nicht nur die Wirtschaftlichkeit des Krans, sondern kommt auch der Umwelt zugute. Denn weniger Kraftstoff heißt auch weniger Emissionen. Neben den klassischen, weit verbreiteten Verbrennungsmotoren sind dabei auch E-Antriebskonzepte für Hafenmobilkrane vorhanden. Optionen, über die die Auftraggeber vor dem Hintergrund der geplanten Einsatzprofile zu entscheiden haben. Auch das ist für das Unternehmen wichtig: Die Hafenmobilkrane sind für ein breites Klimaspektrum ausgelegt, von Einsätzen bei bis zu minus 40 Grad bis hin zu 85 Grad plus.

Interessant ist für Hafenbetreiber auch diese Entwicklung: „Liebherr Smart Grip“. Eine Lösung, die auf den Greifereinsatz zugeschnitten ist, der besondere Anforderungen kennt.

Erfolgreich ist das Unternehmen auch mit Containerbrücken, so Gonsior. Auf dem Weltmarkt ist die Firmengruppe in diesem Marktsegment die Nummer zwei. Auf Jahresbasis werden zwischen 40 und 45 Umschlagbrücken gefertigt, und zwar in einem Werk in Irland. Auch hier steht der Grundsatz „Klasse statt Masse“ im Vordergrund. Im Hamburger Hafen setzt Liebherr derzeit einen Auftrag für die HHLA um: drei neue Brücken für den Container Terminal Tollerort (CTT).

Deutschlands größter Seehafen wird für das Unternehmen in Zukunft noch wichtiger. Denn hier investiert die Firmengruppe einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag in ein neues Service-Zentrum. Es soll ab Frühjahr 2019 im Bereich Steinwerder-Süd entstehen. Eine Kernaufgabe: Alle weltweit eingesetzten Liebherr-Großgeräte, die technisch umfangreicher betreut werden müssen, werden nach Hamburg transportiert und dort servicetechnisch begleitet. Das Besondere an diesem Standort mitten im Hafen: Die Komponenten können direkt per Seeschiff herangeführt und auch wieder per Schiff abtransportiert werden. Genau dieser Grundsatz macht im Übrigen auch den Erfolg des seit 2005 betriebenen Produktionswerkes in Rostock aus. Liebherr hat in Hamburg ein Grundstück von 44.000 Quadratmetern von der Hamburg Port Authority (HPA) angemietet. Neben der großzügigen Servicewerkstatt wird auch ein neues Verwaltungsgebäude errichtet. Die Belegschaft von aktuell rund 90 Mitarbeitern wird nach Einschätzung des Unternehmens in relativ kurzer Zeit bei ca. 150 Mitarbeitern sein.

Der nächste spc Themenabend findet am 21. September 2018 im Raum NRW statt, zusammen mit den Mitgliedern Rostock Port, Scandlines und TT-Line. Thema wird die Achse NRW – Deutsche Seehäfen –Skandinavien sein.

Über spc
Das ShortSeaShipping Inland Waterway Promotion Center (spc) ist ein nationales Kompetenz-Center zur Förderung des Kurzstreckenseeverkehrs und der Binnenschifffahrt im Rahmen multimodaler Transportketten. Aufgabenschwerpunkt des spc ist die neutrale Beratung von Verladern und Spediteuren. Im Vordergrund steht dabei die Vermarktung der Potenziale auf den Wasserstraßen. Dadurch soll zum einen ein Beitrag zur Entlastung der Verkehrsträger Straße und Schiene geleistet werden und zum anderen an einer besseren Vernetzung mit der Wasserstraße mitgewirkt werden. Weitere Arbeitsinhalte sind die Unterstützung von Ausbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Als Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) wird das spc getragen vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, den Fachverbänden der Branche sowie Unternehmen aus Schifffahrt, Hafen, Logistik und Verladerschaft. Aktuell zählt das Kompetenz-Netzwerk über 60 Fördermitglieder.

Weitere Informationen unter www.shortseashipping.de

Pressekontakt:

Pressekontakt spc
Markus Nölke, Geschäftsführer
Tel: +49 (0)228 - 300 4890
E-Mail: presse@shortseashipping.de

Foto v.l.n.r. Markus Nölke (Geschäftsführer spc), Jörg Schmidt (Geschäftsführer Liebherr Service Nenzing GmbH), Werner Gonsior (Verkaufsleiter Deutschland Liebherr Nenzing Service GmbH)

 

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